Sonntag 15-09-2019

NIKK Wissensdatenbank: A

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Abbaubare Kunststoffe

Abbaubare Kunststoffe werden unterschieden in: biologische abbaubare und UV-abbaubare Kunststoffe. Die Kunststoffe werden durch einen biologischen Prozess oder durch UV-Licht chemisch abgebaut.

Abrasion
Abrasion ist ein Prozess bei dem durch das Auftreffen von Teilchen die Oberfläche eines Kunststoffs abgetragen wird. Kunststoffe haben meist einen hohen Abrasionswiderstand, der allgemein von folgenden Parametern abhängt:
- Härte des Kunststoffs
- Dämpfung des Kunststoffs
- E-Modul des Kunststoffs
- Bruchdehnung des Kunststoffs
- Konzentration der Verschleißteilchen
- Geschwindigkeit der Teilchen
- Masse der Teilchen
- Morphologie der Teilchen

Absorption
Absorption ist die Aufnahme von organischen oder anorganischen Molekülen in einen Kunststoff. Kunststoffe nehmen häufig Lösemittel auf, wodurch die mechanischen Eigenschaften verändert werden.

Acrylate
Ein Acrylat ist chemisch gesehen ein organisches Salz der Acrylsäure oder Methacrylsäure: [CH2-C2H3-C-OOH]. Methacylate sind die Basis mehrere Kunststoffe: PMMA, Acrylatharze (Sekundenkleber). Spezielle Acrylatharze dienen auch als Haftvermittler von Kunststoffen, die nicht oder nur sehr schlecht zu verkleben sind.

Additiv
Hilfsmittel um die Eigenschaften von Kunststoffen zu verbessern.

Adhäsion
Adhäsion beschreibt die physikalische Wechselwirkung zweier ungleicher Materialien oder Molekülen, die das Anhaften aneinander betrifft. Die Adhäsion ist eine physikalische Kraft, die durch Einbringen von thermischer Energie vermindert wird.

Aluminiumhydroxid
Aluminiumhydroxid ist eine anorganische Lauge: Al(OH)3. In Kunststoffen wird es häufig als Flammschutzmittel eingesetzt, da es sich bei Temperaturen oberhalb von 200° C in einer endothermen Reaktion in Aluminiumoxid verwandelt.

Amorph
Ein amorpher Kunststoff besitzt keine geordnete Kristall- oder Sphärolithstruktur. Amorphe Kunststoffe sind: PVC, PMMA, A-PET, PET-G, PC. Amorphe Kunststoffe sind normalerweise transparent.

Anisotropie
Ein anisotroper Kunststoff besitzt Eigenschaften die von der Richtung innerhalb des Werkstoffs abhängig sind. Die Anisotropie ist vom Produktionsprozess und von Verstärkungsstoffen (Glasfaser) abhängig. Ein Spritzgießteil ist anisotrop.

Antiadhäsiv
Ein antiadhäsiver Kunststoff besitzt die Eigenschaft, dass andere Stoffe (Flüssigkeiten, Feststoffe) nicht auf der Oberfläche haften. Antiadhäsive Kunststoffe finden häufig Anwendung, wenn Oberflächen nicht verschmutzt werden dürfen (Anti-Graffiti).

Antimonpentoxid
Antimonpentoxid ist ein gelbes Pulver, das in Wasser schwer löslich ist. In Kunststoffen wird es häufig als Flammschutzmittel eingesetzt, da es bei hohen Temperaturen endotherm reagiert. Nachteilig ist die krebserregende Wirkung von Antimonpentoxid.

Antimontrioxid
Antimontrioxid ist ein weißes Pulver und in Wasser schwer löslich. Genau wie Antimonpentoxid wird Antimontrioxid als Flammschutzmittel in Kunststoffen in Verbindung mit organischen Brom- oder Chlorverbindungen verwendet. Antimontrioxid steht im Verdacht ebenfalls Krebs auszulösen.

Antioxidant
Ein Antioxidant ist eine organische Verbindung, die die Oxidation von Kunststoffen verhindert. Kunststoffe sind häufig empfindlich gegen radikalische Sauerstoffoxidation. Antioxidantien verhindern die Oxidation für viele Jahre. Bei industriellen PE100 oder PP-Typen kann mit Hilfe von Antioxidantien die Lebensdauer bei 20° C von mehr als 100 Jahren erreicht werden.

Antistatisch
Ein antistatischer Kunststoff besitzt einen bestimmten Oberflächenwiderstand, der geeignet ist Oberflächenladungen, die durch Reibung oder andere Ladungstrennung erfolgt, gezielt abzuleiten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die Antistatik bei Kunststoffen einzustellen. Meistens werden Antistatika zugefügt (organische Stoffe), die hydrophile Eigenschaften besitzen (Aminderivate, -distearate). Der elektrische Widerstand von >1015 Ohm wird dadurch auf unter 109 Ohm reduziert. Antistatika funktionieren allerdings nur gut oberhalb einer relativen Feuchtigkeit von 60%.

Ausdehnung
Die Ausdehnung ist die Volumenzunahme durch Wärme oder einer mechanischen Belastung.

Ausdehnungskoeffizient
Der Ausdehnungskoeffizient eines Kunststoffs ist ein Maß der temperaturabhängigen Dichte und des Volumens.
Die meisten Materialien dehnen sich bei Erwärmung aus (positive Ausdehnungskoeffizienten)

Aushärten
Polyesterharze und Vinylesterharze härten mittels Härter (Peroxide) aus. Während der Aushärtung wird durch die Reaktion Wärme frei.

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