Sonntag 15-09-2019

NIKK Wissensdatenbank: B

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Barriereeigenschaften

Nimmt ein Kunststoff Gase, Flüssigkeiten und andere Moleküle nur in geringer Menge auf und leitet diese nur geringfügig durch (Permeation) so besitzt dieser Kunststoff Barriereeigenschaften.

Biegebelastung
Durch eine Biegebelastung wird ein Material oder ein Bauteil rund mit einem spezifischen Radius verformt. Die Verformung ist das Resultat einer Kraft oder einer Spannung die mittig auf dem Material platziert ist. Die Biegebelastung wird mittels der Euler-Bernoulli-Formel ermittelt:

σ=M/I

Diese Formel gibt den Verlauf der Spannung über dem Querschnitt an. Dabei ist:
M = Drehmoment
I = Oberflächenträgheitsmoment

Biege-E-Modul
Der Biege-E-Modul wird mittels einer Biegeprüfung ermittelt. Aus dem Spannungs-Dehnungs-Diagramm der Biegeprüfung wird der E-Modul berechnet.
Der Biege-E-Modul ist meist höher als der Zug-E-Modul.

Biegeprüfung
Bei einer Biegeprüfung wird eine Probe an beiden Enden fixiert und in der Mitte mittels eines Stempels oder Doppelstempels (Dreipunkt- oder Vierpunktbiegung) belastet. Durch die Biegeprüfung, die in der Regel destruktiv ist, werden der E-Modul, die Bruchspannung und die maximal zugelassene Spannung eines Materials bestimmt.

Bisphenol A
Bisphenol A ist eine organische Verbindung aus Phenol. Bisphenol A wird zur Herstellung von Polycarbonat, Polyesterharzen und Vinylesterharzen verwendet.
Wird Bisphenol A aufbromiert, so kann es auch als Brandschutzmittel einsetzt werden.

Blasformen
Blasformen ist ein Formgebungsprozess für die Produktion von thermoplastischen Hohlkörpern (z.B. Flaschen, Tanks, Schläuche).
Es bestehen drei unterschiedliche Produktionsmethoden:
- Extrusionsblasformen: Kennzeichnend ist der kontinuierliche Prozess, um z.B. Folien und Schläuche zu produzieren.
- Injektionsblasformen: Kennzeichnend ist, dass die geschmolzene Masse in eine geschlossene Form injiziert wird- z.B. zur Produktion von Tanks und Flaschen.
Reck-Blasformen: Bei diesem Prozess wird das Blasformteil mechanisch oder durch Luftdruck auf geweitet (gereckt).

Block-Copolymer
Ein Block-Copolymer ist ein Kunststoff, der aus mehreren ungleichen Molekülen zusammengesetzt ist. Ein Block-Copolymer besteht aus Segmenten oder Blöcken A, B, C,… die einander in unterschiedlichen Abständen in der Polymerkette folgen.
Ein PP-Block-Copolymer hat den Aufbau AAAAABAAAAABAAAAAB….
Bei Kunststoffen werden die Eigenschaften eines Homopolymers durch den Einsatz eines oder mehrerer Copolymeren verbessert. Industrielle Block-Copolymere sind: PP-B, E-CTFE, PVDF-C.

Brennbarkeit
Kunststoffe sind ohne halogene in der Regel normal entflammt gemäß DIN 4102.
PVC, PVDF und andere chlorierte oder fluorierte Kunststoffe sind schwer entflammbar oder selbstverlöschend, sobald die Zündquelle entfernt wird.

Brennbarkeit von Kunststoffen
Normalerweise sind Kunststoffe brennbar. Jedoch kann die Brennbarkeit durch unterschiedliche Additive oder Feststoffe oder durch ihren chemischen Aufbau beeinflusst werden. Durch das Zufügen von Chlor, Brom, Antimontrioxid, Aluminiumoxid oder Phosphate werden Kunststoffe nicht brennbar.

Butylkautschuk
Butylkautschuk ist ein synthetischer Kautschuk (Gummi) aus Isobuten und Isopren-Kautschuk. Der Kurzname IIR bedeutet Isobuten Isopren Rubber. Butylkautschuk zeichnet sich durch eine niedrige Permeation von unterschiedlichen Gasen aus und wird daher auch als Sperrschicht in Autoreifen verwendet. Aufgrund der hohen Beständigkeit gegen Säuren wird Butylkautschuk auch oft im Bereich des Korrosionsschutzes von Stählen eingesetzt.

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